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Unter dem Begriff „Rheuma“ wird eine Vielzahl von Erkrankungen zusammengefasst. Allen gemein ist, dass sie zu Beschwerden an den Strukturen des Bewegungsapparates führen (zum Beispiel an Gelenken, Knochen, Muskeln oder Sehnen). Der Verlauf ist meist chronisch und fortschreitend. Rheumatische Erkrankungen können aufgrund von Störungen im Stoffwechsel entstehen, degenerative Ursachen haben oder entzündlich bedingt sein. Häufig ist mit Rheuma auch speziell die rheumatoide Arthritis gemeint, eine Autoimmunerkrankung, bei der die körpereigene Abwehr Proteine der Gelenkstrukturen angreift. Die Gewebeschädigungen gehen mit Entzündungsreaktionen einher. Menschen in jedem Alter können an Rheuma erkranken. Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste Form des Rheumas. Etwa ein Prozent der Population sind davon betroffen, wobei Frauen ab 50 Jahren ein höheres Risiko für die Erkrankung zeigen.
Eine Entzündung ist mit Schwellungen und mit Schmerzen verbunden. Werden die Gelenkhäute durch das Immunsystem angegriffen, entzünden sie sich. Durch die Entzündungsprozesse nimmt auch der Gelenkknorpel Schaden und mit der Zeit kommt es zu einem Funktionsverlust. Die Gelenke schwellen an, schmerzen, werden unbeweglicher und versteifen. Häufig sind zunächst die Gelenke der Hände und Füsse betroffen. Die Symptome können sich aber innerhalb von Wochen auf grössere Gelenke ausbreiten. Typisch für die Krankheit ist ein schubweises Auftreten der Beschwerden. Morgens spürst du die Krankheitsanzeichen oft deutlicher. Sogenannte Rheumaknoten treten zudem an den Fingergelenken oder den Ellbogen auf. Häufig spürst du weitere Krankheitsanzeichen wie Erschöpfung oder starkes Schwitzen während der Nacht. Die rheumatische Entzündung kann sich auf andere Organe im Körper wie Nieren, Lunge oder Herz ausbreiten, daher ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung essenziell.
Ziele der Rheuma-Therapie sind das Abklingen der Entzündung, die Schmerzlinderung sowie der Erhalt der Beweglichkeit. Die rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar, jedoch können Fehlstellungen der Gelenke und Schäden an anderen Organen verhindert und eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Für die medikamentöse Therapie wird der Arzt dir Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verschreiben. Zudem existieren Wirkstoffe, die an den auslösenden Immunreaktionen angreifen. Krankengymnastik und Kältetherapien halten die Gelenke beweglich und lindern Entzündungsschübe. Als Rheuma-Patient kannst du die Behandlung mit der richtigen Ernährung unterstützen.
Da gerade bei der rheumatoiden Arthritis Autoimmunreaktionen die auslösenden Faktoren sind, wird auch eine Ernährungstherapie die Erkrankung nicht heilen können. Es existieren aber Hinweise, dass eine Ernährungsumstellung die Entzündungsprozesse positiv beeinflusst. Durch einen Rückgang der Entzündung lassen die Schmerzen nach und das Fortschreiten der Erkrankung wird verlangsamt. Bei einer Ernährungstherapie lernst du, entzündungsfördernde Lebensmittel zu identifizieren und zu meiden sowie entzündungshemmende Nahrungsmittel in den Speiseplan zu integrieren.
Hast du die Diagnose Rheuma oder rheumatoide Arthritis erhalten und möchtest du mit einer Ernährungsumstellung den Verlauf der Erkrankung beeinflussen, sollte deine Diät vollwertig sein und alle wichtigen Vitamine sowie Antioxidantien enthalten. Aus der Ernährung bei Rheuma muss der Körper genug Energie bekommen, um die Krankheit zu bekämpfen, sowie Stoffe, die entzündliche Prozesse reduzieren. Frisches Gemüse, Kräuter und Gewürze enthalten zum Beispiel Antioxidantien, hochwertige Pflanzenöle sind reich an antientzündlichen Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine und Mineralstoffe wie Selen, Magnesium und Kupfer finden sich in Nussmischungen, grünem Tee, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten. Diese Lebensmittel sind für eine Ernährung bei Rheuma geeignet:
Weissmehlprodukte, Backwaren, gezuckertes Obst, eingelegte Fertigprodukte sowie gesüsste Milchprodukte solltest du meiden. Rotes Fleisch und Wurstwaren sowie weitere tierische Produkte wie Milch, Eier und Käse besitzen einen hohen Gehalt an Arachidonsäure, die nachweislich die Entzündung und die Schmerzen bei Rheuma verschlimmert.
Die Ernährungstherapie kann nur eine Wirkung zeigen, wenn sie konsequent in den Alltag integriert wird. Stellst du deine Ernährung zum Beispiel auf Mittelmeerkost um, deckst du damit die meisten Empfehlungen für die richtige Ernährung bei Rheuma ab. Die Mittelmeerkost bietet zudem zahlreiche Rezepte, die das Essen bei Rheuma interessant und abwechslungsreich gestalten. Vor allem die Eicosapentaensäure (EPA) – eine Fettsäure, die zum Beispiel in Fischölen vorkommt – hat sich als klinisch wirksam erwiesen. Die Ernährungstherapie ist hilfreich, kann jedoch eine medikamentöse Therapie nicht vollständig ersetzen.
Eine positive Wirkung lässt sich in der Regel schon nach wenigen Tagen bemerken. Ernährst du dich nährstoffreich und gesund, werden die Erschöpfungszustände nachlassen und du spürst, dass dein Körper wieder mehr Energie zur Verfügung hat. Mit dem konsequenten Durchhalten der richtigen Ernährung bei Rheuma verringern sich Schmerzen und Schwellungen an den Gelenken meist innerhalb weniger Wochen bis Monate. Auch die Entzündungsschübe werden seltener.
Einen gesunden Lebensstil zum Vorteil der Gesundheit und des eigenen Wohlbefindens, das streben viele Menschen an. Dazu zählt neben Bewegung und gutem Stressmanagement vor allem eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Hierbei ist weniger der Kalorienbedarf entscheidend, als viel mehr das richtige Verhältnis von Kohlenhydraten, Fetten, Eiweissen, Vitaminen und anderen Nährstoffen. Worauf du bei einer ausgewogenen Ernährung achten solltest, erfährst du in diesem Artikel.
Ist der Hype um die Asparaginsäure berechtigt? Die viel beworbene Aminosäure soll für unsere Gesundheit ebenso wichtig sein wie Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe. Sie wird als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler und Bodybuilder beworben. Zudem sollen Untersuchungen an Tieren gezeigt haben, dass D-Asparaginsäure die Bildung von Testosteron ankurbeln kann. Macht es also Sinn, wenn Männer diese Substanz als Nahrungssupplement einnehmen? Hier findest du alle wichtigen Informationen über D-Asparaginsäure, L-Asparaginsäure und Aspartat.
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Diabetes gehört zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten überhaupt. Im Alltag wird Diabetes auch gerne als Zuckerkrankheit bezeichnet, obwohl viele Menschen gar nicht genau wissen, was Diabetes überhaupt mit Zucker zu tun hat und welche Ernährung hier die richtige ist. In diesem Artikel beantworten wir dir die häufigsten Fragen rund um das Thema Ernährung bei Diabetes und klären über Vorurteile und Irrtümer auf.