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Ernährung bei Diabetes: Darauf kommt es an

Ernährung bei Diabetes: Darauf kommt es an

Diabetes gehört zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten überhaupt. Im Alltag wird Diabetes auch gerne als Zuckerkrankheit bezeichnet, obwohl viele Menschen gar nicht genau wissen, was Diabetes überhaupt mit Zucker zu tun hat und welche Ernährung hier die richtige ist. In diesem Artikel beantworten wir dir die häufigsten Fragen rund um das Thema Ernährung bei Diabetes und klären über Vorurteile und Irrtümer auf.

Welche Rolle spielen falsche Ernährung und mangelnde Bewegung bei Diabetes?

Schon um diese Frage zu beantworten, muss ganz klar zwischen den verschiedenen Arten von Diabetes unterschieden werden. Es gibt zwei verschiedene Typen von Diabetes:

  • Typ 1 Diabetes: Diese Krankheit entsteht durch eine Autoimmunreaktion. Hier ist es vollkommen egal, ob du viel Sport gemacht und dich gesund ernährt hast. Diabetes 1 bekommst du nicht von einem schlechten Lebensstil.
  • Typ 2 Diabetes: Bei dem zweiten Typ Diabetes ist das jedoch anders. Hier gilt Übergewicht als Hauptrisikofaktor für die Entstehung. Aus diesem Grund kann durch viel Bewegung und eine gesunde Ernährung auch zu einer Besserung der Symptome beigetragen werden und Typ 2 Diabetes kann durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden. Doch auch beim zweiten Typ von Diabetes spielen genetische Faktoren eine Rolle.

Darf ein Diabetiker Zucker essen?

Ja! Zucker besteht genauso wie Brot, Obst oder Nudeln aus Kohlenhydraten. Von Zuckerersatzstoffen, wie beispielsweise bestimmten Süssstoffen, wird bei Diabetikern eher abgeraten, da sie beispielsweise zu Durchfall führen können. Jedoch müssen Diabetiker auch keinen Zucker spritzen, wie fälschlicherweise oft angenommen wird. Dies ist nur bei Notfällen der Fall, also dann, wenn jemand an einer besonders schweren Unterzuckerung leidet. Diabetiker bekommen deswegen nicht wie viele annehmen Zucker, sondern Insulin gespritzt.

Warum wird Diabetes oft als Zuckerkrankheit bezeichnet?

Richtiger für Diabetes wäre der Begriff „Kohlenhydratstoffwechsel-Krankheit“. Denn das Problem, das Diabetiker haben, hängt mit Folgendem zusammen: Alle Kohlenhydrate, die beispielsweise aus Brot, Pasta oder Kartoffeln stammen, werden im Körper zu Zuckern abgebaut. Zucker ist ein guter Energielieferant, genauso wie Kartoffeln oder Obst. So könnte man die Krankheit Diabetes nicht Zuckerkrankheit, sondern genauso gut „Obst-Krankheit“ oder „Kartoffelkrankheit“ nennen. Zucker befindet sich also in allen Lebensmitteln und somit kommt es bei dieser Krankheit nicht unbedingt auf den Lieferanten an sich, sondern den Kohlenhydrat- und Zuckeranteil in dem Produkt selbst an.

Wie beeinflusst die Ernährung den Blutzuckerspiegel?

Unsere Ernährung hat einen grossen und direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Es gibt Nahrungsmittel, die den Blutzuckerwert sehr schnell in die Höhe schiessen lassen, und andere Nahrungsmittel, die eher zu einem langsamen Anstieg des Blutzuckerwertes führen. Somit hat jedes aufgenommene Nahrungsmittel Einfluss auf den Blutzuckerwert, weshalb Diabetiker auf ihre Ernährung achten sollten. Wichtig ist hierbei vor allem, den Blutzuckerwert im Auge zu behalten und die Makronährstoffe, also Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette, richtig zu dosieren.

Welche Rolle spielen Kohlenhydrate und Ballaststoffe bei der Ernährung?

Zu den Kohlenhydraten zählen die Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker und auch die sogenannten Ballaststoffe. Sie machen im Essen den grössten Anteil aus und sind damit der wichtigste Nährstofflieferant für den Körper. Kohlenhydrate sind in vielen gesunden Lebensmitteln zu finden, beispielsweise in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Vollkornprodukte enthalten zugleich viele Ballaststoffe. Im Gegensatz zu den anderen Makronährstoffen, also den Fetten und Proteinen lassen sie den Blutzuckerwert sehr schnell ansteigen. Um den Blutzuckerwert im Griff zu haben, ist es also wichtig zu wissen, welche Produkte viele Kohlenhydrate enthalten und welche eher weniger Kohlenhydrate enthalten. Mit dieser Grundlage kann jede Therapie erfolgreich sein und auch das Abnehmen wird damit vereinfacht.

Haben Eiweisse ebenfalls einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel?

Eiweisse sind ebenfalls ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung und sorgen für ein gutes Sättigungsgefühl. Sie erhöhen den Blutzuckerspiegel nicht direkt, was jedoch nicht heisst, dass die Grösse der Portionen hier nicht ebenfalls geprüft und im Auge behalten werden sollte. Menschen mit Typ 2 Diabetes haben das Problem, dass Eiweisse die Wirkung des Insulins beschleunigen. Wer einen niedrigen Blutzucker hat, sollte deshalb eher nicht zu Eiweissshakes oder sehr eiweisshaltigen Lebensmitteln greifen. Der Anteil sollte immer mit Kohlenhydraten aus gesunden Quellen ausgeglichen werden, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Eine ausgewogene Mahlzeit mit Fleisch, aber auch Gemüse, sollte der Gesundheit gut tun.

Wie viel Fett und welche Fette sollten Diabetiker im Alltag essen?

Auch Fette sind nötig und gehören zu einer gesunden Ernährung dazu. Bei Fetten wird vor allem die Art der Fettsäuren unterschieden. Besonders gesund sind ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen. Weniger gesund sind hingegen die gesättigten Fettsäuren aus stark verarbeiteten Lebensmitteln, die obendrein Übergewicht begünstigen. Wie viel Fett du zu dir nehmen solltest, hängt von vielen verschiedenen Faktoren, auch von deinem Alter, ab. Gesunde Fette findest du beispielsweise in

  • Nüssen und Samen
  • fettigem Fisch wie Lachs
  • pflanzlichen Ölen wie Lein- oder Olivenöl

Wenn du eine besonders ausgewogene Mahlzeit möchtest, dann versuche möglichst alle drei Nährstoffgruppen in dein Essen zu integrieren. Achte beim Essen natürlich auch auf ausreichend Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

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